Verblassende Worte – Gilbhart

Wortschatz blog

 

Dieser Gilbhart… der kann einem so richtig schön den Tag vermiesen.

Einige wissen vielleicht, dass sich hinter diesem Namen kein auf die Jugend schimpfender, mürrisch blickender alter Mann, mit viel zu tief sitzender Lesebrille im faltendurchzogenen Gesicht verbirgt, sondern der Monat Oktober. Und der kann manchmal genauso unangenehm sein wie die beschriebene Personifizierung.

„Gilbhart, der fröhliche Wandersmann, pinselt Wald, Weide und Hecke an.“ – Diese Bauernregel deutet schon ein wenig auf den Wortursprung hin. Denn „gilb“ kommt vom Althochdeutschen „gelb“, und „hart“ – naja, dass steht eben für den oft schwer einzuschätzenden Gemütszustand unseres Oktobers.

 

Aber dennoch:

Auch unser Gilbhart hat seine guten und vor allem farbenfrohen Seiten, die ihn dann doch, trotz seiner Launen, ganz liebenswert machen. So wie eben vieles im Leben.

 

PS:

Weitere Synonyme für den Oktober sind Dachsmonat und Weinmonat.

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