Wortfetzen: Scheinbare Qual der Wahl

 

Es gibt mal wieder einen alltäglichen Wortfetzen.

Und zwar aus dem Supermarkt. Denn dort gibt es die total oft umsonst, was mein Schwabenherz neben all den Scheinangeboten nochmal höher schlagen lässt.
Eben super, dieser Markt.

Ich stehe also vor dem Weinregal. Schräg gegenüber von mir diskutieren zwei junge Erwachsene über ein sehr wichtiges Thema: nämlich Müsli.
Die wichtigste Mahlzeit vom Tag. Ohne das geht nix.
Und so schlägt der eine dem anderen folgende Auswahl vor:

Junger Typ: „Schoko, Schoko-Banane, weiße Schoko?“
Sein Kumpel: „Schoko ist schon ok.“

Eine vielfältig einseitige Auswahl, die da getroffen wurde.
Aber vielleicht ist es heutzutage leichter eine Scheinwahl zu haben als eine wirkliche. Denn bei all dem Überfluss hat man eben sehr oft auch die Qual der Wahl.
Und das scheint oft  schwierig zu sein. Da ist das schon ok. Auch bei Müsli.

 

PS:

Bei was oder welchen Themen empfindet ihr eine Wahl als Qual?
Schreibt mir doch einfach! Ich freue mich drauf.

 

PPS:

Mir fällt eine Wahl bei folgenden Themen unheimlich schwer:

– Cafés, die einen leckeren Kuchen haben

– Bücher, weil ich immer zu viele finde. Und auch zu viele kaufe.

– Eine Wahl für andere zu treffen, da man nie sicher sein kann, ob das passt

– Welchen Film man schauen soll

 

2 thoughts on “Wortfetzen: Scheinbare Qual der Wahl

  1. Eher ist die Frage bei welchen Themen man nicht eine so erdrückende Wahl hat, dass man von dieser überollt wird. In den alltäglichen aber auch wichtigen Dingen. Entweder hat man keine Wahl oder viel zu viel. Und ob man sich richtig entschieden hat weiß man erst hinterher. Bei Müsli zum Beispiel kann man sich am nächsten Tag für eine andere Sorte entscheiden.
    Doch bei einer wichtigen Entscheidung kann man sich meist nur einmal entscheiden. In diesem Bewusstsein und der wahnsinnigen Auswahl, wie soll man sich noch entscheiden… da wird es zur Qual der Wahl

    1. Hey Alex,

      ich kann nachvollziehen, was du damit meinst. Zu definieren, was wichtig oder eher unwichtig ist, fällt schon super schwer. Denn was für den einen Nebensache ist, kann für einen anderen Menschen etwas Bedeutendes sein.
      Und genauso subjektiv ist die Definition von „richtig“ oder „falsch“. Denn selbst eine erstmal „falsch“ erscheinende Entscheidung kann sich in der Zukunft als „richtig“ erweisen.
      Vielleicht gibt es im Leben nicht unbedingt „richtig“ oder „falsch, sondern eher „einfach“ und „kompliziert“. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe schon oft Entscheidungen getroffen , bei denen ich kurzzeitig dachte „Ok, vielleicht war das jetzt nicht ganz so gut.“.
      Aber später hat sich heraus gestellt: Alles „richtig“ gemacht. Vielleicht kennst Du das ja auch?
      Um nochmal auf unsere Qual der Wahl zu kommen. Wir haben durch den Angebotsüberfluss, Fremdeinwirkung und -einfluss das Entscheiden vielleicht auch auf eine gewisse Weise verlernt. Und vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum uns selbst eine einfache Wahl im Supermarkt zur Qual wird.

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