Verblassende Worte

Wortschatz,blog

 

 

Das Leben ist bunt.

Und genauso farbenfroh sind auch Worte. Wäre da nicht diese Zeit, die Vieles verblassen lassen kann. Und es auch (manchmal) leider tut. Wenn man aber ganz genau hinsieht, ist da noch Etwas geblieben…

…und man erkennt, dass es doch nicht nur Schwarz oder Weiß gibt. So wie das eben auch oft im Leben ist.

 

„Mach keine Fisimatenten“. Fisima….was?!

„Fisimatenten“ war damals ein ganz umgangssprachlicher Begriff.
Man kann es mit Worten wie Ausreden, Vorwände oder Faxen vergleichen.

 

Und für dieses eine Wort gibt es wirklich so einige Ursprungsmöglichkeiten:

Eine geht auf das griechische Wort physema=Aufgeblasenheit zurück.

Die zweite Möglichkeit findet sich bei Wappenmalern: Hier wurde die Wappenverzierung als „Fisimatenten“ bezeichnet.

Möglichkeit Nummer Drei – Das „Na, Bist Du öfter hier“ während des Deutsch-Französischen Krieges:
Schon damals zeigten die französischen Soldaten ihren Charme und fragten die Mädchen, ob diese nicht ihr Zelt besuchen wollen würden: „Visitez ma tente?“.
Klar, dass die Eltern da nicht erfreut waren und ihren Kindern somit „Mach mir keine Fisimatenten“ hinterherriefen.

Eine weitere Erklärung brachte die Rheinlandbesetzung durch die Franzosen nach dem ersten Weltkrieg mit sich. Hier benutzen die Deutschen den Spruch  „Visité ma tante“ als Vorwand , um problemlos an den französischen Soldaten vorbeizukommen.

 

Ganz schön bunt das Wort.

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