WORTFETZEN

 

Eine Leidenschaft (im wahrsten Sinne des Wortes) von mir sind Wortfetzen.
Wir alle kennen es:
Man ist irgendwo unterwegs. Zwischen vielen fremden Menschen, die sich über für uns noch fremdere Themen unterhalten. Man kennt sich ja nicht. Und eigentlich hört man auch nicht zu.
Aber dann: ZACK –läuft einem ein Wortfetzen über den „Gehörweg“.

Eine für mich schöne, aber für andere oft anstrengende, Angewohnheit, weil ich mich nur auf eine Sache konzentrieren kann. Multitasking kann ich…nicht, obwohl ich eine Frau bin. Das Ganze hat auch nichts mit Lauschen oder Neugierde zu tun…nicht falsch verstehen.

Denn mich interessieren nicht die persönlichen Geschichten oder Beweggründe.
Die gehen mich auch nichts an. Mich interssieren und faszinieren die Wortsatzfetzen. Einige bringen zum Schmunzeln. Andere zum Nachdenken. Je nachdem, was für einen Wortfetzen man zu Hören bekommt.

Soviel zu dieser „Rubrik“. Auf jeden Fall wird es in Zukunft immer mal wieder Wortfetzen zu lesen geben.

 

Und hier kommt der erste:

Spätnachmittag. Ich laufe durch den Park, tippe auf dem Handy und höre im Vorbeigehen folgende Wortfetzen zwischen einer älteren Dame und wahrscheinlich ihrem Enkel:

Dame: „Man kann nicht Alles wissen“
Enkel: „Ja, ich weiß.“

Wundervoll widersprüchlich. Man weiß, dass man nicht Alles wissen kann. Aber das: Weiß man.

 

PS:

Das Wort „Wissen“ kommt vom  althochdeutschen „wissan“=gesehen haben.

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